Propiozeptive Einlagen =

Sensomotorische Einlagen

Heute als „Wundereinlagenvielfach verschrieben,-

aber wie sieht es mit dem tatsächlichen Nutzen aus?-

 

Gängige Praxis in Deutschland


über diesen Aufsatz nachzudenken ist erwünscht



Verschreibt der Arzt „ein paar Einlagen nach Maß“, dann geht die Mehrheit der Patienten davon aus, dass es für das Rezept Einlagen gibt, die individuell nach Maß angefertigt werden.

Hat das Sanitätshaus oder der Meisterbetrieb ein bekanntes grünes Logo an der Tür kleben und sind die Wände voll mit Urkunden behängt, dann muss man dem Betrieb auch vertrauen können,- schließlich hat er ja auch die Zulassung der Wunschkrankenkasse inne.


Verhält sich das aber tatsächlich so?-

Dass Einlagen einfach nur günstig eingekauft werden und für eine beachtliche Gewinnspanne weitergereicht werden, glaubt so wirklich kaum jemand. Es wurde jedoch in Düsseldorf gerichtlich für Recht erkannt, dass „Einlagen nach Maß“ nicht unbedingt individuell maßgefertigt sein müssen. „Maßeinlagen“ hingegen schon.

Schauen Sie doch mal auf Ihr Rezept. Ich wette, da steht „ein paar Einlagen nach Maß“ drauf....

Dann muss nach dem deutschem Recht der Arzt auch die Diagnose auf dem Rezept vermerken. In den meisten Fällen steht auf dem Rezept: „ind. Senk- Spreizfuß bds.“ oder auch „Knick- Senk- Spreizfuß bds.“

Selten wird auch noch zusätzlich das Gangbild mit vermerkt, wie etwa „Außengang“ oder „einwärts routierender Gang“ o.ä. Allerdings nehmen sich nur wenige Ärzte die Zeit für diese Untersuchung bzw. kennen die Unterschiede selbst kaum. Orthopäden haben schließlich völlig unterschiedliche Fachrichtungen,- selten sind es die Kinderfüße.

Das Rezept wie oben beschrieben, sagt also eigentlich nicht mehr aus, wie eine Speisekarte in einem Restaurant, wo nichts weiteres geschrieben steht, wie „hier gibt es was zu essen“.

Fazit: Auch im Punkt Kinderarzt oder Orthopäde sollten sich die Eltern nähere Gedanken machen. Wird Ihnen das beliebte Märchen vom „herauswachsen“ erzählt, dann verlangen Sie dieses schriftlich attestiert! Das wird Ihnen sicher kein Arzt schriftlich garantieren,- probieren Sie es bitte einfach aus!




Sensomotorik, Psychomotorik

und der Grund für den Fußverfalldie Zusammenhänge einfach erklärt

Das heute rund 70% unserer Kinder unter einem Fußverfall leiden und etwa 40% der Kinder unbedingt Einlagen benötigen, ist allgemein bekannt. Auch das Senkfüße etc. „Zivilisationsbedingt“ sind, kann man häufig nachlesen.

Ich gab mich mit dieser Antwort jedoch irgendwann nicht mehr zufrieden. Wie es meine natürliche Art und Weise ist, wollte ich wissen, warum diese Phänomän so ist wie es ist.

Gut, dass eingebnete und glatte Wege der Grund für den Fußverfall sind, wissen wir schon aus zahlreichen Berichten. Aber auch durch diese Angabe ist die ursprüngliche Frage noch immer nicht zufriedenstellend und ausführlich genug beantwortet. Bei allen Recherchen und Nachdenken kam ich auf die folgende Antwort:

Kinder bauen die Fußmuskulatur bereits in der Wiege auf. Dieses tun sie, indem sie mit den Füßchen spielen. Insbesondere die Großzehe spielt bei diesem „Muskeltraining“ eine ganz besonderere Rolle.

(Setzen Sie sich doch einmal vor einen Spiegel, beobachten Ihre Fußsohlen und ziehen dabei die Großzehe weit nach oben. Sie erkennen, wie sich dabei das Gewölbe und die Mittelfußsehne verändert).

Beginnt das Kind mit dem Laufen, dreht es die Füße mal nach innen und mal nach außen. Auch das gehört zum natürlichem Aufbau der Fußmuskulatur dazu.

Dazu steht aber schon genug in der Rubrik Babyfüße geschrieben, so dass dieses hier nicht alles wiederholt werden muss.

In der natürlichen Entwicklung des Fußes ist es wichtig, dass die Motorik besonders intensiv angeregt wird. Von Natur her geschieht dieses, durch unterschiedliche Druckpunkte gegen die Fußsohle, die durch Steinchen, Stöckern oder unebenen Böden hervorgerufen werden.

Ein Kleinkind sollte recht frühzeitig, d.h. etwa sechs Monate nachdem es eigenständig laufen kann, barfuß auf Naturböden laufen. Es eignet sich dazu der Waldboden genau so gut wie der Naturstrand (mit Sand und Kieselsteinen).

Die Nerven nehmen das Hinderniß sofort war und senden es an das Gehirn, welches widerum in bruchteilen von Sekunden den Fußmuskeln den Befehl erteilen, sich zu spannen, um Schaden von der Haut zu nehmen. Bei einem Spaziergang geschieht dieses einige Hundert mal, was dazu führt, dass die Muskeln ständig angespannt werden müssen, was letztendlich dazu führt, das sie sich gesund und stark entwickeln können. Dieses ist ein typisches Beispiel für die Erklärung des Begriffs Psychomotorik.

Gute Kindergärten verfügen über einen Barfußpfad, der aus Rindenmulch und Sand besteht und bei warmen Temperaturen rege genutzt wird (Ich unterstütze Kindergärten und Schulen gerne bei der Umsetzung derartiger Maßnahmen).

In der Realität verhält es sich in den meisten Familien so, dass man kaum die Gelegenheit hat, die Kinder im Wald und am Strand laufen zu lassen. Selbst im Sandkasten verzichtet man nicht auf die Schuhe,- aus Angst vor Schmutz oder Verletzungen. In der Wohnung lassen viele Familien die Kinder barfuß laufen. Jedoch ist das für die Füße kein natürliches Training und bei schon vorhandenen Senkfüßen oder gar Knick- Senkfüßen sogar kontraproduktiv!

Ich denke, dass hiermit das Thema Sensomotorik und Grund für Fußschwächen wie Knick- Senkfuß etc. ausreichend und leicht verständlich erklärt wurde. Sollte das nicht so sein, werden noch offene Fragen gerne im Forum von Kinderbeine.de kostenlos beantwortet.











Fotos von hochwertigen Sensomotorischen Einlagen, die jedoch eher die Ausnahme sind.

Im Regelfall werden billige Weichschaumeinlagen verwendet.


Die Sensomotorischen Einlagen versprechen, die Fußmuskeln zu animieren, so dass sie kräftig genug werden, um das Längsgewölbe später selbstständig in der korrekten Lage halten zu können.

Wie wir gerade erfahren haben, reagiert der Fuß schnell auf unterschiedliche Druckpunkte unter der Fußsohle. Sensomotorische oder Priozeptive Einlagen haben zwar unterschiedliche Druckpunkte auf der Oberfläche, jedoch kenne ich keinen einzigen Fall, in welchem ein Kind oder ein Jugendlicher es geschafft hat, mit derartigen Einlagen die Fußmuskeln aufzubauen! Seit rund 10 Jahren beobachte ich das Thema schon und habe zahrleiche Kinder mit solchen Sensomotorischen Einlagen kennen lernen dürfen.

Viele Eltern berichteten sogar, ihre Kinder haben erst durch derartige Einlagen neben Senkfüßen erst Knickfüße bekommen. Dieses kann ich allerdings nicht mit Gewissheit so bestätigen! Es ist durchaus möglich, dass die Kinder schon vorher leichte Knickfüße hatten, die bei nahezu jeder Weichschaumeinlage,- egal ob sensomotorisch oder in Standartform, schlimmer werden können, weil zu weiche Einlagen oder Schuhsohlen den Knickfuß geradezu fördern.

Zurück zu den Druckpunkten, die ja wie wir nun wissen, auch in der Natur vorkommen und den Füßen bei ihrer Entwicklung unheimlich wichtig sind:

Nebenstehend sehen wir Bilder von einer hochwertigen Sensomotorischen Einlage. Diese besteht aus einer flachen Korksohle mit aufgeklebten Druckpunkten (die werden korrekt als „Pelotten“ bezeichnet). Gedacht war diese Einlage gegen Knick- Senkfüße.

Drei Jahre lang hatte das Mädchen derartige Einlagen getragen, doch am Zustand der Füße und am Gang hatte sich überhaupt nichts verändert.

Warum meiner Meinung nach diese Einlagen nicht helfen konnten ist einfach zu erklären:

Die Druckpunkte sind stets an der selben Stelle und der Fuß reagiert nach nur wenigen Minuten nicht mehr darauf.

In der Gewölbesprengung (hinter der Ferse) wird der Fuß dann nur noch etwas gestützt. Die äußeren Erhöhungen begünstigen meiner Meinung nach den Fuß dabei, die Knickstellung beibehalten zu können.

Wenn Sie sich auf dem nebenstehendem Bild die Gewölbe anschauen, dann erkennen Sie selbst ganz einfach, dass die Füße einknicken und das das Mittelfußgewölbe sich durchtreten kann.

Es gibt sicher einen triftigen Grund, warum sensomotorische Einlagen immer häufiger verschrieben werden:

Die Gewinnspanne ist für den Betrieb, der solche Einlagen anfertigt oder die billigen aus Weichschaum gefrästen Fabrikeinlagen einfach weiter reicht, besonders hoch.

Mir fällt ansonsten keine Erklärung dazu ein, warum sonst sensomotorische Einlagen bei Knick- Senkfüßen oder Plattfüßen ausgegeben werden.

Wenn Kinder nur einen Innengang haben, ohne das ein Senkfuß zu beklagen ist, sind die hier gezeigten Einlagen bedingt zur Therapie geeignet.

Diese Seite stammt von Andreas Herr und spiegelt die private, eigene Meinung wieder. Jeder Leser muss sich nun selbst einen Eindruck verschaffen, ob er dem Sanitätshaus seines Vertrauens Glauben schenkt, wenn für das Kind solche Einlagen angepriesen werden.Zwar gibt es hierzu auch eine Stellungnahme eines anerkannten Professors, die 2014 auch im TV zu sehen war, jedoch ist mir der Name leider entfallen.









Auf den oberen Aufnahmen erkennen Sie das unbelastete Fußgewölbe. So sollte die Form auch bestehen bleiben, wenn der Fuß belastet wird. Das rechte Foto zeigt jedoch, dass sich der Fußverfall absolut nicht von der Einlage beindrucken lässt. Der Knick- Senkfuß bleibt – wie man hier sieht – trotz teuerer Einlage bestehen wie er ist.

Auf der nebenstehenden Aufnahme sehen Sie einen stark ausgeprägten Knick- Senk- Spreizfuß eines 18 Jährigen, dessen Eltern stets fest an das Märchen des Auswachsens geglaubt haben.

Die Plexi Einlage hält den Fuß in der ganz natürlichen Form. Das Innengewölbe ist perfekt gestützt und dank der leicht nachfedernden Wirkung dieser Einlage, wird die Fußmuskulatur bei jedem einzelnen Schritt animiert.

Werden die Einlagen wie empfohlen ständig in allen Schuhen getragen und wird die (ohnehin immer erforderliche) Fußgymnastik nicht ausgelassen, dann stehen die Chancen sehr gut, dass der junge Mann mit etwa 25 Jahren „gesunde“ Füße hat.



Haben Sie bereits Erfahrungen mit sensomotorischen Einlagen?- HIER können Sie Ihre Erfahrungen posten und anderen Eltern und Kindern helfen!  Kennen Sie einen Fußtherapeuten oder Orthopäden für Kinder und Jugendliche, der sich auch heute noch höchstpersönlich und ausgiebig mit dem Thema Fußgesundheit befasst und mehr als die 3 Minutenuntersuchung und Billigeinlagen anbietet?- Dann empfehlen Sie den Betrieb bitte HIER.

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