Senkfüße 

Eigentlich ist es überhaupt nicht schwierig, den Senkfuß vom Plattfuß und vom Normalfuß unterscheiden zu können.
vermeiden     

erkennen      

therapieren  

 

Dennoch laufen in Deutschland mehr als 70% der Schüler senkfüßig herum und weniger als 50% der Senkfüße bleiben solange unerkannt, bis es zu Schmerzen kommt, was sich bis ins Erwachsenenalter hinauszögern kann.

Wenn Sie den Film angeschaut haben diese Internetseite durchgelesen haben, werden Sie ganz schnell und einfach erkennen, wie es mit den Füßen in Ihrer Familie ausschaut und welchen Beitrag Sie leisten können, um dem Kind die Folgebeschwerden zu ersparen, die unerkannte Senkfüße zwangsläufig mit sich bringen.

  

 

'TIPP: Wenn Ihnen der Kinderarzt oder Orthopäde erzählt, Senkfüße etc. "verwachsen" oder "wachsen aus" dann ist das Unfug!  Derartige Aussagen basieren auf ein theoretisch angeeignetes Wissen, das mit der Realität absolut nichts gemeinsames hat! Es ist immer vorteilhaft, dass man mit guten Vorkenntnissen zum Arzt geht,- leider ist das heute so!

Würden Fußschwächen tatsächlich "verwachsen", dann müsste man auf deutschen Schulhöfen zumindest an weiterführenen Schulen nicht so viele Jugendliche sehen, wo man schon am Gang und am Schuh sieht, dass sie Senkfüße, Knickfüße, Außen- oder Innengang usw. zu beklagen haben!

In dieser Spalte lesen Sie Allgemeines, was man wissen sollte

In dieser Spalte finden Sie spezielle Tipps und Hinweise

Die Vorbereitungen für das Laufen lernen beginnen bereits in der Wiege. Das Baby strampelt und spielt sich an den Füßen herum und das das Baby mit den Füßen spielt, sehe ich als eine Art natürliche Gymnastik. Die Fußmuskulatur wird durch die ständigen Bewegungen quasi trainiert. ACHTUNG :  Ein zu enger Strampelanzug und zu kleine Strümpfe verhindern, dass sich die kleinen und noch sehr schwachen Füßchen des Babys normal entwickeln können

Spätestens wenn das Baby den Drang verspürt, auf den Beinen stehen zu müssen, wird auch die letzte Mutter unbedingt Schuhe kaufen müssen. Der Schuhhandel empfiehlt spezielle Lauflernschuhe, die den sehr schwachen Füßchen einen festen Halt und Schutz bieten.

In erster Hinsicht kann man dieses auch gut nachvollziehen, weil die Natur von den Eltern gerade zu verlangt, ihr Kind zu schützen wo es nur geht. 

Tatsächlich ist es so, dass sich die Menschen seit der Evolution selbst und auch ihr Lebensumfeld enorm verändert haben. Abgesehen von der Behaarung und Größe sind unsere Füße seit der Entstehung des Menschen unverändert geblieben.

Die Füße brauchen die Chance, sich normal entwickeln zu können und dazu brauchen sie von Natur aus keinen Schutz. Babyfüße haben den Schutzmantel bereits in die Wiege gelegt bekommen. Der s.g. Babyspeck dient den zarten Knochen und Gelenken als Schutz. Sobald die Knochen fest genug sind, baut sich der Speckmantel von selbst ab.

TIPP: So oft es nur geht, sollten kleine Kinder auch im Lauflernalter auf weichen und unebenen Böden barfuß laufen dürfen. Im Sandkasten oder auf der wilden Wiese sind bei warmen Wetter Schuhe nur hinderlich für die natürliche Entwicklung! Schuhe sind als Schutz vor Kälte sinnvoll. Schuhe für Kleinkinder sollten eine ganz weiche und biegsame Schuhsohle haben und keine zu feste Fersenkappe.Der Kaufpreis der Schuhe ist unerheblich,- es kommt auf die Anfertigung und auf das Material an! 

Eine ausführliche Fuß- und Schuhberatung wird an vielen Tagen in meiner Praxis kostenlos angeboten!

Im drittem Lebensjahr ist der gesunde Fuß schon soweit ausgeprägt, dass sich das innere Längsgewölbe von selbst trägt und eine Brückenform zeigt. 

Der natürliche Gewölbebogen bleibt auch im belasteten Zustand beim normalen Gehen und beim Stehen so erhalten. 

Falls das nicht der Fall ist und sich der Fuß durchtreten lässt, handelt es sich um Senkfüße.

Wenn das Fußgewölbe vollständig einbricht und den Boden berührt, sind es Plattfüße (letzteres äußerst selten). 

 

TIPP für Kinder die das 4. Lebensjahr erreicht haben: 

Schauen Sie sich das innere Fußgewölbe genau an. Wenn der Fuß unbelastet ist,- etwa wenn die Beine im Sitzen baumeln, dann erkennt man das Fußgewölbe wie es auf dem nebenstehenden Foto zu sehen ist. Nun soll das Kind sich ganz langsam hinstellen,- das Gewölbe muss in der selben Form bleiben, wie zuvor im unbelasteten Zustand. Es darf nicht stärker als 10% einsinken.

Wird der Fußverfall nicht therapiert, ist mit folgenden Folgeschäden zu rechnen:

* Das bei jedem Schritt einsinkende Fußgewölbe führt zu einer Gewichtsverlagerung auf den inneren Fuß, was recht häufig zusätzlich zum Knickfuß führt.

* Selten klagen betroffene Kinder über müde oder schmerzende Füße. Auch bei Jugendlichen funktionieren Senkfüße und sogar Plattfüße sehr häufig schmerzfrei

* Die Gewichtsverlagerung führt dazu, dass der Fuß über die Großzehe abrollt, was im Erwachsenenalter zu schiefgetretenen Zehen und oft auch zur Ballenbildung führt (Hallux Valgus genannt). Manche Kinder reagieren darauf mit einem Innengang.

* Eine Mittelfußatritis oder Arthrose und auch ein Fersensporn kann schon ab dem 35.  Lebensjahr zu starken beruflichen Einschränkungen führen. Ob und wann mit solchen sehr schmerzhaften Behinderungen zu rechnen ist, zeigt die ausführliche Fußuntersuchung schon ab dem 12. Lebensjahr. (Eine Fußuntersuchung bei Kindern dauert immer mindestens 15 Minuten,- manchmal auch eine Stunde).

> TIPP: Sollte Ihnen der Kinderarzt erzählen, dass sich bei dem Kind, welches das vierte Lebensjahr überschritten hat, Senkfüße von allein festigen oder "herauswachsen", dann fragen Sie nach einer schriftlichen Garantie für diese Aussage. Ich wette, die werden Sie nicht bekommen!

Tatsächlich verhält es sich so, dass man Muskeln nur trainieren und Bänder und Sehnen nur dehnen kann. Der Senkfuß im Kindesalter entsteht durch eine reine Schwäche der Fußmuskulatur und diese kann man sehr gut trainieren und das funktioniert bei Kleinkindern sehr gut und effektiv.

Meist wird jedoch viel zu lange abgewartet und gehofft, dass sich die Füße wirklich von alleine festigen. Dieser Fehler wird sich im späterem Leben deutlich spürbar bemerkbar machen,- oft erst im Erwachsenenalter. 

Ganz einfache Übungen werden an vielen Tagen in meiner Praxis kostenlos gezeigt und allen Kindern machen die Gymnastikspiele viel Spaß!

Senkfüße und Plattfüße sind ganz einfach zu erkennen

Sobald der Fuß belastet wird, bricht das innere Fußgewölbe in der ganzen Länge oder nur teilweise ein. So gibt es einigeverschiedene Arten von Senkfüßen, die auch zu unterschiedlich starken Begleit- und Folgeschäden führen können.

Erst wenn das mittlere innere Fußgewölbe vollständig auf dem Boden aufliegt, kann man von einem Plattfuß sprechen (oft werden auch einfache Knick- Senkfüße als Plattfüße bezeichnet, was jedoch ein völliger Unsinn ist).

Bei manchen Kindern und Erwachsenen richtet sich auch das entlastete Fußgewölbe nicht vollständig auf. In solchen Fällen spricht man vom kontrakten Senkfuß oder wenn der Fuß überhaupt keine Wölbung zeigt, vom kontrakten Plattfuß.

Senk- und Plattfüße erkennt man auch am Gang und am Schuh. Manche Schuhe werfen vorne am Gewölbe Falten, die durch das Absenken der Fußgewölbe hinein getreten werden. Die Füße werden beim Abrollen von den meisten Betroffenen nach außen gedreht (bei ca. 55% trifft das zu).  Beim Innengang (ca.25%), wird der Fuß beim abrollen nach innen gedreht und nur im Stand zeigen die Fußspitzen nach außen. Selten kommt es vor, dass auch beim Senkfuß ein normales Abrollverhalten zu sehen ist.

Wenn Sie sich auf dem Schulhof die Kinderbeine anschauen, stellen Sie ganz schnell trotz der Beschuhung fest, das es den meisten Eltern offensichtlich egal ist, wie sich die Füße und Beine der Kinder entwickeln. Mehr über das Thema Gangbild finden Siehier

Einfacher Schnelltest mit Fußbettsandalen

Das gesunde, kräftige Fußgewölbe berührt das "Fußbett" nicht.

Das innere Fußgewölbe vom Senk- oder Plattfuß liegt ganz oder teilweise auf dem " Fußbett" auf. 

"Fußbett" ist ein geschützter Begriff der Firma Birkenstock, die vor vielen Jahren das Fußbett erfunden hat. Ein Fußbett ist maschinell nach einem Standartleisten geformt und hat absolut keine therapeutische Wirkung auf einfache Senkfüße.  Zwar spürt jeder, der Senkfüße zu beklagen hat deutlich die Stütze im mittlerem Fußgewölbe, weil der Rand besonders hochgezogen ist. Das Fußgewölbe an sich wird jedoch nicht nennenswert gestützt und somit ist der Fußbettschuh keine Alternative zu therapeutischen Maßeinlagen. Mehr dazu

Bilder & Erklärungen zu verschiedenen Arten an Senkfüßen und Plattfüßen
 
Beispiel 1


Links zu sehen ist die Art von Senkfuß, wo insbesondere die Fersensprengung betroffen ist, denn die ist beim belasteten Fuß nicht so steil ansteigend, wie es beim Normalfuß der Fall ist.

Im Vorderbereich ist das Innengewölbe jedoch ganz normal ansteigend, jedoch ist das Quergewölbe nicht zu erkennen (Spreizfuß).


Wird der Fuß nicht therapiert, dann sind die folgenden Auswüchse, die einzeln oder zusammen auftreten können,  sehr wahrscheinlich:

* Knickfuß (mit den typischen Begleiterscheinungen)
* Fersensporn
* Mittelfußarthrose
* zunehmender Fußverfall
* verkrümmte Großzehen

Vermieden können die Folgebschwerden durch stabile Kunststoffeinlagen , die insbesondere im Bereich der Fersenprengung das Gewölbe stark unterstützen und dazu täglich etwas Gymnastik.

Mit einer Einlagen- Thearpiezeit von 4-6 Jahren muss hier bei dem 19 Jährigen gerechnet werden, bis die Fußgewölbe von selbst halten.
Beispiel 2
http://www.kinderbeine.de/kontrakter_senkfuss1.jpg
Dieser Fuß ist nur ganz minimal belastet und zeigt ganz deutlich, wie weit die Mittelfußsehne nach unten zeigt und das die Fersensprengung nicht vollständig vorhanden ist.

Im Gegensatz zum Bild davor ist hier von einem
kontraktem Senkfuß die Rede, denn das Gewölbe richtet sich auch bei Entlastung nicht von selbst komplett auf.
Rechts das Bild dient als Beleg dafür, dass schiefe Großzehen mit Ballenbildung (auch als Hallux Valgus bekannt) bereits im Kindesalter auftreten  (Pfeil Nr.3).
Auch das Mittelfußgewölbe beginnt, sich zu deformieren (1) und das gesamt einsinkende Mittelfußgewölbe (2) verursacht schon starke Fußschmerzen nach Belastungen, was bei Kindern sonst eigentlich nicht die Regel ist.

Bei diesem Jungen wurden die Fußabrücke mittels Gipsverbänden genommen. Der noch weiche Gips wurde mit der Hand im Bereich der fehlenden Fersensprengung hoch gedrückt, so dass eine Sollform der Füße entstanden ist.
Die Einlagen waren dementsprechend hoch angeformt.

Der Nachteil bei derartig angeformten Einlagen ist, dass die zu kurze Sehne und das kontrakte Mittelfußgewölbe sich auf der Einlage stehend streckt. Die Schuhe müssen darum recht fest zugebunden werden, damit von oben ein gewisser Druck auf den Fuß ausgeübt wird.
Durch das Gehen, bzw. durch das eigene Körpergewicht und den starken Gegendruck der Einlage weitet sich die Sehne schon nach wenigen Tagen und auch das Fußgewölbe nimmt nach und nach die "gesunde" bzw. natürliche Form an, die der Fuß braucht, um schmerzfrei funktionieren zu können.


Es können selbstverständlich die ganz normalen Schuhe weiter getragen werden. Man kann nun die starken Fußschwächen und Verformungen nicht mehr erkennen und auch der Gang ist ab sofort normal.
Beispiel 3

Dieses 3. Beispiel unterscheidet sich nicht großartig vom 2. Fallbeispiel, nur das der Betroffene bereits 19 Jahre alt ist.

Das Beispiel wird aus folgendem Grund hier gezeigt:

Es gibt innerhalb von Fachleuten die Meinung, dass ein derartig schwerwiegender Fußverfall durch eine Einlagentherapie nicht mehr zu korrigieren ist, weil das 14. Lebensjahr überschritten ist.
In solchen Fällen wird heute sehr gerne durch eine Operation das Innengewölbe versteift.
Nun ist hier das "Wunderkind" beschrieben, den Sie auch im Film kennen lernen können (s.u.). Die Anfänge waren wie "normal", aber nach nur 6 Monaten haben sich nicht nur die Fußgewölbe eine normale Form angenommen, sondern es war auch schon eine Fußfestigkeit im Stand gegeben.

Einlagen (Kunststoff-Leder) in Sollform

Bei der ersten Kontrolluntersuchung zeigte sich schon ein nahezu perfektes Fußgewölbe
Beispiel 4


Dieses 4. Beispiel zeigt die Füße eines gerade mal sechsjährigen Jungen. Das Fußgewölbe liegt vollständig auf,- man nennt das Plattfuß.

Die Eltern des Jungen haben eigentlich alles richtig gemacht und das Kind schon mit dem 3. Lebensjahr beim einem Orthopäden vorgestellt, der dem Kind auch sofort ein Paar Einlagen verordnet hatte. Diese wurden auch immer in den Straßenschuhen getragen,- die Eltern hatten stets Probleme, passende Schuhe zu finden.
Dennoch wurde es mit dem Plattfuß immer schlimmer und es bildete sich auch die Deformierung des Fußes, die auf dem linken Bild mit dem roten Pfeil markiert wurde.

Dank google fanden die Eltern dann eine Webseite, die die Probleme mit der mangelhaften Patientenversorgung aufzeigte.

Dass die bisher erfolgte Behandlung falsch bzw. nicht ausreichend gewesen ist, wurde dann schnell klar.


Die Eltern sind ganz stark davon überzeugt, dass sich trotz dieser Einlagen zum Plattfuß noch ein Knickfuß entwickelt.

Mir wurde es 2011 durch das Landgericht Kiel (angeregt durch den Zweckverband Orthopädieschuhtechnik) gegen Androhung einer Geldstrafe von 250.000,00 € verboten, mich zu solchen Einlagen in der von früher gewohnten Art und Weise zu äußern. Warum, können Sie sich denken....
Wenn Sie sich nun selbst die Unterschiede zu den Einlagen, die oben gezeigt werden und diesen blauen Weichschaumeinlagen genauer ansehen, dann ist sicher jeder weitere Kommentar zu diesen  "Kasseneinlagen" überflüssig....

Man kann auch Plattfüße, die schon deutliche Verformungen zeigen, ohne großartige Schwierigkeiten korrigieren.
Dazu braucht man nur ordentliche Einlagen, die anders als die links auf dem Bild gezeigten individuell angefertigt werden und aus einem Material sind, welches dazu im Stande ist, mehr als das vierfache des Körpergewichts (Gewicht + Schwungkraft) zu tragen bzw. in diesem Fall zusätzlich das Fußgewölbe zu formen.

Einlagen, die durch den deformierten Fuß geformt werden, sind zweifelsohne in den ersten Tagen angenehmer zu tragen und reichen dann aus, wenn man eh schon so alt ist, dass man kaum noch laufen kann.
Bei Kindern und Jugendlichen sollte man stets bedenken, dass sie noch im Wachstum sind und dass dieser Vorteil niemals mehr zurück kommt! 


Ein Paar Einlagen reichen bei Schulkindern nicht aus, denn bei den schweren Fußschäden müssen auch in Hausschuhen, Sandalen und beim Schulsport Einlagen getragen werden,- und zwar passende....


Leider laden aus noch unbekannten Gründen hier nicht alle Fotos, obwohl sie auf dem Server liegen. Das Problem wird so schnell es geht behoben!
weitere Beispiele folgen hier in kürze







Senkfüße können ganz einfach therapiert werden

Als Grundsatz gilt hier, desto frühzeitiger man mit der Therapie beginnt, um so schneller erntet man die Erfolge.

Beim kontrakten Senk- oder Plattfuß ist das Fußgewölbe so zu bilden, wie es von Natur aus her sein sollte. Dieses kann mit Vollkorrektureinlagen geschehen (ich rate hier grundsätzlich von einer Operation ab).

Für den einfachen und leichten Senkfuß reicht es oft vollkommen aus, wenn man geeignetes Schuhwerk nutzt, das Kind so oft wie nur möglich barfuss auf weichen und unebenen Böden laufen lässt, denn harte und ebene Böden sind ab einem gewissen Grad des Fußverfalls eher schädlich.

Ganz wichtig sind Gymnastikübungen, die täglich zu machen sind.

Ist beim Fußverfall die 20% Marke überschritten, dann reicht das häufige barfusslaufen leider nicht mehr aus. Man sollte dem Kind dann eine ordentliche Einlagentherapie gönnen, die folgendes bewirkt.

Die speziellen Therapie- Einlagen unterstützen die Muskulatur in sofern, dass diese etwas entlastet wird und sich festigen kann. Die Einlagen federn ganz leicht nach, so wie es eine vollkommen intakte Fußmuskulatur macht. Mit jedem Schritt wird somit ein natürliches Geh- und Abrollverhalten möglich, welches sich äußerst positiv auf die zukünftige Entwicklung von Füßen und Beinen auswirkt. Wie lange die Einlagen- und Gymnastiktherapie dauern wird, hängt vom Alter, vom Grad des Fußverfalls und von der Festigkeit des Gewebes der Patienten ab. Der Facharzt oder Fachtherapeut wird das optimale Einlagenmaterial auswählen und die Einlagen so anformen, dass dem Kind das natürliche Gehen so schnell es nur geht ermöglicht wird. In der Regel sind dafür gleich mehrere Einlagen erforderlich,- etwa für die Freizeitschuhe, Hausschuhe und Sportschuhe.

 

Die Fußuntersuchung ist die Grundvoraussetzung für die Einleitung der gezielten Therapie der Senkfüße.  In meiner Praxis werden die Kinder und Jugendlichen grundsätzlich wie folgt untersucht:

* Erkundung des Gangbildes (beschuht und barfuss), Abrollverhalten, Fußaufsatz etc.

* Überprüfung der Fußfestigkeit

* Überprüfung der Beinstatik

* Überprüfung der psychomotorischen Steuerungsfunktionen (das gezielte Ansprechen der Fußmuskulatur)

* Überprüfung der Knochen- und Sehnenposition

* Ergebnisgespräch mit dem jungen Patienten bzw. der Eltern

Im Regelfall dauert die Untersuchung zwischen 15 und 20 Minuten. Sollte jedoch festgestellt werden, dass Probleme im Knochenbereich oder der Mittelfußsehne vorliegen, dauert die Untersuchung etwas länger. Liegt ein Defizit in der Psychomotorik vor, so wird zunächst versucht, dieses mit ganz einfachen aber sinnvollen Mitteln zu lösen. Nur ganz selten kommt es vor, dass nach einer Stunde der Erfolg nicht sichtbar ist.

Die aufgeführte Untersuchung ist leider in Deutschland und Österreich so nicht die Regel. Oft schauen Orthopäden nur kurz auf die Füße und der junge Patient bekommt das Rezept für ein Paar Einlagen nach Maß. Der Großteil der so verschriebenen "orthopädischen Einlagen" ist aus Weichschaum oder bestenfalls Kork- Leder. Was viele Patienten bzw. die Eltern nicht ahnen oder wissen ist die Tatsache, dass solche Einlagen zwar "orthopädische Maßeinlagen" genannt werden dürfen, der Name aber dem Produkt nicht gerecht wird, weil es sich um gefräste Fertigeinlagen aus einer Serienproduktion handelt. Damit werden in Deutschland Jahr für Jahr Milliarden Umsätze gemacht. Das solche Weichschaumeinlagen oft sogar schädlich sein können, weil ein Knickfuß durch zu schwammige Einlagen gefördert wird, ist hier nicht relevant. Dafür gibt es ja die Möglichkeit, später "wenn es sich lohnt" zu operieren....  

> TIPP: Wenn Sie mit Ihrem Kind zum Orthopäden gehen, dann schauen Sie unmittelbar zu Beginn der Untersuchung auf die Uhr und merken Sie sich den nebenstehenden Untersuchungsplan. Sollte der Arzt die Untersuchung innerhalb von nur drei Minuten abgeschlossen haben (das ist Standart für Kassenärzte), sollten Sie ihm direkt Geld für eine richtige Untersuchung anbieten, denn die gesetzliche Krankenkasse zahlt diese nicht.

Röntgen ist nur in ganz wenigen Ausnahmen wirklich erforderlich und wenn überhaupt, dann erst nach der vollständigen Untersuchung. Bedenken Sie bitte, dass Röntgenstrahlen für den jungen Körper schädlich sind! Bedenken Sie auch, das die Anschaffung des Röntgengerätes teuer gewesen ist und sich das Gerät refinanzieren muss....

Falls Ihrem Kind Einlagen verschrieben werden, dann lassen Sie sich vor der Auftragserteilung das Material genau zeigen. DerEinlagentest verrät Ihnen, worauf zu achten ist.

Schulkinder legen die Einlagen beim Schuhwechsel nicht in den anderen Schuh,- etwa beim Sportunterricht. Oft wird die Erfordernis des Tragens der Einlagen nicht ernst genug genommen oder der junge Mensch schämt sich, vor anderen die Einlagen aus den Schuhen zu nehmen, weil Kinder gerne hänseln und kleine "Gebrechen" oft zum kleinen Psychoterror führen können.

Das Kind braucht fast immer zwei oder drei Paar Einlagen, zumal die Wirkung der Sporteinlagen nicht unbedingt identisch mit den Haupteinlagen sein kann. Die gesetzliche Versicherung bezahlt für Kinder im Regelfall nur ein einziges Paar,- die anderen müssen die Eltern privat finanzieren. Je nach Anbieter kosten eigenfinanzierte Einlagen zwischen 60,--€ und 250,--€ !

Fragen Sie den Arzt und Orthopädieschuhtechniker nach einer Erfolgsgarantie,- wird diese abgelehnt, dann sind Sie wahrscheinlich der willkommene Kassenpatient....

Ist Ihnen die Freizeit kostbar?- Dann ist es oft günstiger und effektiver, direkt zu einem privaten Orthopäden oder einem Fußtherapeuten zu gehen, der dann auch später die Einlagen persönlich anfertigt, denn nur solche Einlagen führen kombiniert mit der idealen Gymnastikübung zum gewünschten Erfolg.  Lange Terminlaufzeiten und Aufenthalte im Wartezimmer und der anschließende Stress beim Schuhkauf für die oft sehr klobigen Billigeinlagen sollten Sie auf jeden Fall in Ihren Kalkulationen zum Wohle des Kindes berücksichtigen.


 

Kinderfüße und Kinderbeine wachsen nur einmal im Leben! Die Verantwortung für ein gesundes und natürliches Wachstum haben die Eltern und niemand anderer!      Bitte geben Sie diese Information und diese Seite auch an Ihre Freunde und Familie weiter!

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TIPP: Falls Sie trotz des Durcharbeitens dieser Seite noch unsicher sind, ob Ihr Kind Fußschwächen hat, bzw. welche Art von Senkfüßen, ob das Gangbild in Ordnung ist, ob die vom Orthopäden verschriebenen Einlagen nützlich, wirkungslos oder gar schädlich für die Füße Ihres Kindes sind, oder wenn schon die Einweisung zur OP da ist, dann empfehle ich die ordentliche Untersuchung durchführen zu lassen. Falls Berlin & Umland zu weit für Sie entfernt liegt, dann ist die "Fernuntersuchung" für Sie genau richtig. Neben der Bestimmung, wie es sich mit den Füßen des Kindes verhält, bekommen Sie auch die Einlagenkontrolle (sofern Einlagen vorhanden sind) oder wenn Einlagen zu empfehlen sind, genau die Einlagen empfohlen, die dem Kind garantiert helfen. Die Nachkontrolle ist im Preis imbegriffen!

Laden Sie sich den Fragebogen (PDF Format)  HIER herunter. Sie benötigen für die Fernuntersuchung eine Film- und Fotokamera! 

Herausgeber dieser Seite / V.i.S.d.P: Privatpraxis für biologische Fuß- und Beintherapien in Woltersdorf (bei Berlin) - Inhaber: Andreas Herr  Mehr INFOs