Wer diese Seite vollständig durchgelesen hat, kann nach den wenigen Minuten Lesezeit ohne weiteres Knickfüße selber erkennen und erfährt, wie man sie recht einfach ohne Operationen therapieren kann und welche zahlreich unterschiedlichen Einlagenversorgungen es gibt.

Hauptverursacher Nr.1 von X-Beinen und Knieproblemen:


Knickfüße

bei Kindern und Jugendlichen

Dieses ist sicher die Wichtigste Seite auf Kinderbeine.de weil mit dem Knickfuß erhebliche Wachstumsstörungen verbunden sind, die mit größter Wahrscheinlichkeit das künftige Berufsleben stark beeinflussen werden
.
Knieprobleme sind in Deutschland im Krankschreibungsranking auf Platz 2 (hinter Rückenproblemen)!


Knickfüße sind insbesondere auch wegen der zahlreichen Folgebeschwerden in den Kniegelenken und X-Beine eine sehr ernstzunehmende Fußfehlstellung,-
Knickfüße sind dennoch von den Eltern sehr leicht zu erkennen. Auf dieser Seite werden Sie den Knickfuß sehr schnell kennen lernen und in die Lage versetzt, die Füße Ihrer Kinder selbst ganz gut einschätzen zu können!

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Knickfüße im Lauflernalter,   Knickfüße mit dem 4. - 6. Lebensjahr;    7 - 11,   12 - 16,   17 - 21    und ab 22 Jahren

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Allgemeines zum Knickfuß

Beim Knickfuß ist, wie es die Bezeichnung bereits verrät, ein Einknicken des Fußes festzustellen.

In einer kleinen Studie in den Jahren 2002 und 2003 in Bochum haben wir die Füße von 345 Schülern aus  6. und 7. Klassen angeschaut und dabei festgestellt, dass 212 Knick- Senkfüße haben.  Diese Zahl ist zum einen sehr erschreckend und zum anderen ein echter Beleg dafür, dass es viel zu viele Versäumnisse seitens der Eltern, Kinderärzte, Lehrer und Sporttrainier gibt.  So hatten nur 12 Kinder von den 212 Einlagen bekommen, die allerdings bei nur drei Schülern wirklich konsequent getragen wurden,- allerdings nur in den Straßenschuhen. Von den 212 Kindern hätten immerhin  79  dringend eine ganz ordentliche Einlagentherapie gebraucht, die hier im folgendem genauer beschrieben wird.

Die Wahrscheinlichkeit, dass auch in Ihrer Familie Kinder mit Knickfüßen zu finden sind, ist also ausgesprochen hoch und darum sollten Sie diese Seite im Verwandten und Bekanntenkreis teilen. Bei nur den allerwenigsten Eltern ist bekannt, was sie ihrem Kind mit den Knickfüßen zumuten! Zwar sind die Umfragewerte nicht representativ und nur aus Bochum, aber andrerorts sieht es bei uns in Deutschland nicht grundsätzlich anders aus, was man auf jedem Schulhof selbst sehen kann.

Zurück zum eigentlichen Thema.

Der lockere Knickfuß ist am häufigsten zu beobachten. Unbelastet zeigt der Fuß eine ganz natürliche Form mit gerader Ferse. Sobald aber der Fuß belastet wird, knickt er vom Knöchel abwärts ein. Dabei wird bei den meisten Betroffenen der Unterschenkel in Art einer Brechstange schräg zum Knie geführt. Dieses ist der Grund dafür, dass sich bei den meisten Kindern zuerst die Knie durch Schmerzen äußern. Ferner wird dabei das Sprung- und Fersenbein stark beeinträchtigt, sowie im hinterem Mittelfuß das Kahn- und Keilbein (auf der Röntgenaufnahme mit 2 und 3 bezeichnet).
Im Fortgeschrittenem Zustand wird in wenigen Fällen auch der Außenfuß dadurch betroffen,- im Skelett ist es das Würfelbein. Am Außenfußgewölbe bildet sich eine deutliche Erhöhung, die allerdings im Wachstumsalter recht schnell wieder verschwindet, wenn künftig konsequent Einlagen getragen werden.

Der stark ausgeprägte Knickfuß führt dazu, dass sich die Außenseiten des Fußes sogar anheben, wie man am nebenstehenden Bild erkennen kann.
Auf dem Foto sieht man auch ganz deutlich, wie stark die Beinachse (Unterschenkel) betroffen sind. Die Fersensprengung (Kahn- und Keilbein) ist hier bei belasteten Füßen nicht mehr zu erkennen,- sie liegt fast vollständig auf dem Boden auf. Hiervon wird auch das restliche Fußgewölbe -im wahrsten Sinne des Wortes- in Mitleidenschaft gezogen, was sich schließlich auf das Gangbild und insbesondere auf das Abrollverhalten auswirkt. Schief gedrückte Großzehen entstehen dann im Laufe der Jahre,- bei einem Kind schneller und bei anderen erst im Erwachsenenalter.

Bei dem Jungen, der uns hier seine Füße zeigt, warteten die Eltern über Jahre darauf, dass sich diese Fußschwäche und Fehlstellung von selbst reguliert. Sie ließen das Kind oft barfuß laufen, was selbstverständlich keine Besserung bringen konnte.

Angenommen, diese Füße würden nicht mit Einlagen und Gymnastik therapiert, wären die Folgen starke Kniebeschwerden, Beschwerden im Bereich der Fußknöchel und im innerem Fußgewölbe. Die ersten Schmerzen treten meistens erst in der Pubertät auf,- oft erst zum Ende der Pubertät, wenn sich die Wachstumsfuge schließt und der Fuß sich in die künftige Form festigt.




Links leicht belastet                       Rechts stark belastet
Man hört und liest immer, dass die Schwäche der Fußmuskulatur Ursache für Knick- Senkfüße ist.
Das stimmt anfangs auch so.

Allerdings werden im Laufe der Jahre auch die Sehnen und Bänder gestreckt bzw. am Außenfuß verkürzt.

Bei kleinen Kindern tragen die Knorpel und Knochen noch keinen großen Substanzschaden vom unbehandelten Knick- Senkfuß, allerdings wirkt sich das dann auf das Wachstum aus.
Bei älteren Menschen löst sich die "Schmiere" zwischen den Gelenken auf und irgendwann sind die Knorpel abgerieben...


Der kontrakte Knickfuß zieht sich auch im entlastetem Zustand nicht mehr ganz gerade. 

Auf der nebenstehenden Aufnahme erkennt man den leichten Knick im oberem Fersenbereich.

Auch erkennt man deutlich, dass sich das Fußskelett ebenfalls schon verschoben hat,- nämlich in der Gewölbesprengung, die zu einem nicht mehr richtig ausgeprägt ist und zum anderen nach innen zeigt. Kahn- und Keilbein sind quasi verrutscht und haben sich in der unnatürlichen Form verfästigt, was im Regelfall bei Kindern nur sehr selten zu beobachten ist, aber nicht ausgeschlossen werden kann, dass es soweit kommen kann.

Die Folgeschäden in den Kniegelenken sind selbstverständlich auch hier irgendwann spürbar. Auch das schmerzhafte Schienenbeinkantensyndrom kann auftreten.

Auch der kontrakte Knick- Senkfuß ist vermeidbar und man sollte bei den ersten Anzeichen die Behandlung beginnen.
Das viel erzählte Herauswachsen oder Verwachsen ist unmöglich,- jedenfalls nicht im positivem Sinne!


 


Meistens führen Knickfüße zu X-Beinen.
Es kommt allerdings auch vor, dass es X-Beine oder schief gewachsene Unterschenkel sind, die durch die einseitige Verlagerung des Gewichtes auf die Innenseiten der Füße dazu führen, dass die Fußmuskulatur irgendwann nicht mehr stark genug dazu ist, diesem ständigen Druck standzuhalten.

In diesem Beispiel ist es erst mit ca. 12 Jahren dazu gekommen, dass die Fußgewölbe des Mädchens immer schwächer geworden sind.

Sie klagte dann über Fußschmerzen,- was in solchen Fällen ganz normal ist.

Auch diese Art von Knickfüßen wäre vermeidbar gewesen, wenn man in der frühkindlichen Entwicklung genauer hingeschaut hätte und durch spezielle Einlagen, die die Ferse in eine leichte Schrägstellung halten, den Zustand der Beinachse verändert hätte.

Bei einer Zwölfjährigen ist es zwar immer möglich, die Fehlstatik von Bein und Fuß mit Einlagen auszugleichen, auch kann man noch auf das Wachstum einwirken, aber wirklich gerade Beine wird das Mädchen wohl nie mehr bekommen können.
Allerdings kriegt man die Position im Übergang Unterschenkel > Fuß noch recht gut hin, so dass ein künftiges beschwerdenfreies Laufen nach einigen Jahren auch ohne Einlagen möglich ist.


Der Knickfuß verrät sich schon an den meisten Schuhen!

Das Bildbeispiel von den Mädchen in den Boots ist sicher nur selten zu sehen,- hier haben sicher die Eltern und Verwandten immer gut dran vorbeigeschaut.

Allerdings gibt es tatsächlich Eltern, die es absolut nicht interessiert, wie ihre Kinder laufen und wie es um die Fußgesundheit steht. Zum Glück gehören Sie nicht dazu,- Sie würden das hier sonst nicht lesen können.

Direkt gegenüber von meiner ehemaligen Praxis in Woltersdorf konnte ich über drei Jahre hinweg ein Mädchen beobachten, die extreme Knick- Senkfüße samt ausgeprägten Innengang zu beklagen hatte. Nach einem Jahr habe ich die Mutter enimal darauf angesprochen und erntete ganz entsetzte Blicke sowie die Aussage, dass die Schuhe daran Schuld sind. Barfußlaufen sei schließlich das Gesündeste für die Füße, was man überall nachlesen kann. Einlagen würden die Fußmuskulatur schlaff machen und ich wolle nur Geld verdienen.  Selbstverständlich war es mir zu dumm, mit dieser Frau weiter zu sprechen.
In der Tat liefen das Mädchen und ihr Bruder, sowie auch die Eltern im Sommer immer barfüßig im Garten. Mutter, Vater und der Sohn hatten einwandfreie Füße,- nur das Mädchen halt nicht. In sofern wurde mir mal wieder bestätigt, dass es mit der Vererbungstheorie tatsächlich nicht immer stimmt,- die Wissenschaft streitet sich seit mindestens 150 Jahren darum, ob Fußschwächen und Schäden vererblich oder erworben werden.  Ich kann dazu trotz der Jahrzehnte langen Erfahrung nur sagen, teils ist es so, teilweise aber auch nicht.

Zurück zu den Schuhen. Beim Knickfuß gilt grundsätzlich, dass sich solange wie sich die Füße nicht gefestigt haben, immer gute, stabile und Fersenkorrigierende Einlagen gebraucht werden.
Es funktioniert wirklich nicht ohne.
Dank der hohen Qualität des Kunststoffes bzw. der Einlagenmaterialien, können in nahezu allen Schuhen problemlos Einlagen getragen werden,- selbst in Ballerinas, in Sandalen und in Hausschläppchen.  Wo die lose, die herausnehmbare Einlage nicht hineinpasst, werden feste Einlagen oder Schuhzurichtungen angefertigt.





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Knickfüße mit dem 4. - 6. Lebensjahr;    7 - 11,   12 - 16,   17 - 21    und ab 22 Jahren



Knickfüße im Lauflernalter



Im Lauflernalter erwecken sämtliche Babys den Anschein, als hätten sie Plattfüße oder zumindest starke Knick- Senkfüße.

Tatsächlich ist aber der "Babyspeck", diese Schicht, die das noch ganz weiche Fußskelett vor Verletzungen schützt, noch außerordentlich stark um die Füße ummantelt.

Im 2. Lebensjahr sollten die Füße aber einigermaßen stabil sein.

Das Mädchen links im Bild rollt gut mit den Füßen ab,- das bedeutet, dass das Gewicht zu ca. 40% auf die Großzehen verlagert wird und der Rest sich auf die Kleinzehen verteilt. So sollte es sein!

Barfuß laufen auf Naturböden und vor allem im Sand (auch im Sandkasten) ist hier das Gescheiteste, was man den Füßen bieten kann, damit sie später gesund und kräftig bleiben.


Das obenstehende Foto zeigt Knick- Plattfüße eines Zweijährigen, die nicht nur wegen des Babyspecks so wirken, sondern tatsächlich drigend Hilfe benötigen, da sich dieser Zustand niemals von selbst korrigiert und auch nicht später durch Gymnastikübungen stabilisiert werden kann.

Hier führt kein Weg an ordentlichen Schaleneinlagen vorbei, die die Füße des Kindes in die natürliche Form zwingen,- in die Sollform.

Die Schaleneinlagen werden bei diesem schlechten Zustand der Füße etwa ein bis zwei Jahre gebraucht, danach reichen für etwa weitere ein bis zwei Jahre Einlagen in der Standardform aus.

Die letzten Einlagen, die das Kind benötigt, sind dann zur Abgewöhnung gedacht und im Laufe der Zeit wird die Tragezeit langsam reduziert. Später ist nur noch Gymnastik erforderlich.


Dieses Foto zeigt ganz deutlich, wie stark sich die noch weichen Füße deformieren. Kahn- und Keilbein sind nach innen verrutscht,- am rechten Fuß ist deutlich zu erkennen, wie stark die Füße einknicken.

Auch in diesem Fall sind Schaleneinlagen empfehlenswert, so dass sich die Füße in der ganz normalen Sollform weiterentwickeln können.

Tipp:
Sollte Ihnen der Kinderarzt oder gar ein Orthopäde zu derartigen Füßchen erzählen, dass sich alles von selbst "verwächst" oder "auswächst", dann bestehen Sie darauf, dass Sie diese Aussage schriftlich garantiert bekommen!
(Die Erklärung werden sie bestimmt nicht bekommen, stattdessen die Überweisung zum Orthopäden. Achtung: Sämtliche Fachärzte für Orthopädie sind auf einen Bereich spezialisiert. Wer Omas Rücken kann, der kann nicht grundsätzlich auch Kinderfüße!)



Hier ist das Gewölbe noch nicht so stark durchgetreten, aber der Stand der Füßchen,- insbesondere die Position der Knochen verraten, dass hier ohne Unterstützung der Füße eine gesunde und natürliche Entwicklung der Füße und Beine unmöglich scheint.

Rechts sieht man die ersten Einlagen, die das Kind für einige Zeit braucht.
Die innere Stützbacke ist hier noch ein wenig zu steil, was den Fuß zu sehr quetschen würde. Eine Nachbearbeitung für Korrektureinlagen für Kleinkinder ist schwieriger als für große Füße. Darum müssen Eltern auch zum Abholen der Einlagen ein wenig Zeit mitbringen,- die Einlagen sollen ja so perfekt es nur irgendwie möglich ist sein, damit der Erfolg der Einlagentherapie schnell sichtbar wird.





Knickfüße im Alter zwischen dem 4. und 6. Lebensjahr

Die Therapiedauer beträgt in solchen, eher leichten Fällen um die drei bis fünf Jahre,- genauer kann man das leider nicht eingrenzen.

In der ersten Zeit sieht die Therapie vor, dass in allen Schuhen Einlagen getragen werden,- selbstverständlich auch in Sandalen und in Hausschuhen.
Für den Sportunterricht reichen Zurüstungen für die Turnschuhe aus.

Gymastik ist täglich so wichtig wie das Zähneputzen,- aber die macht man auch bei gesunden Füßen.

Zum Ende der Therapie werden die Füße schrittweise von den Einlagen entwöhnt,- Einlagen sofort weg lassen, sobald die Füße in ordnung sind, wird die Muskulatur überfordern, was dazu führt, dass die Füße wieder schwach werden!

Auf den oberen Bilder sehen Sie Knick- Senkfüße, die sich von selbst nicht mehr festigen können und wo Gymnastik allein nicht ausreichend ist. Der erste Anschein lässt die Knickfüße noch harmlos erscheinen. Hier kommt es aber auf die Kombination Knickfuß und Senkfuß an....
Man erkennt auf dem oberen Foto, dass die Gewölbe eingebrochen sind,- neben dem (noch) leichten Knickfuß haben wir hier auch Senk- und Spreizfüße zu beklagen. Da sich das Körpergewicht schon zu sehr auf die Innenseiten der Füße verlagert, führt(e) das auch zum Abrollen über die Großzehen, die schon leicht verschoben sind.
Mit Einlagen wird hier der Senk- und der Spreizfuß sehr gut gestützt und durch den Keil unter der Einlage wird das Einknicken vermieden. So kann der Junge künftig normal abrollen und in dem Alter wird sich die Großzehe zurück in die normale Position führen.


Die Vollkorrektureinlagen sind in den ersten zwei bis drei Tagen manchmal sehr unangenehm zu tragen, denn anders als bei den ganz jungen Kindern, spüren die Vierjährigen den Gegendruck recht stark. Allerdings gewöhnen sich die Kinder in diesem Alter noch ganz schnell an den Gegendruck der Einlage und versuchen dem zu entgehen, indem sie versuchen, normal ("gesund") zu gehen. Das Unterbewusstsein macht dieses möglich!
Dadurch, dass sich die Füße nicht mehr durchtreten lassen, ist das natürliche Gehen und abrollen schließlich nicht anstrengend,- die Einlagen halten schließlich die Füße in der natürlichen Position.

Man braucht für diese Vollkorrektureinlagen keine besonderen Schuhe, es reichen die üblichen vollkommen aus. Man muss auch die Innensohlen nicht herausnehmen können!
Die Einlagen sind nur 3/4 lang, so dass die Zehen zum einem im Schuh genug Raum haben und zum anderen, sollen sie natürlich abrollen können, wobei langsohlige Einlagen eher hinderlich statt fördern sind.

Wenn zu lange darauf gewartet wird, dass sich die Füße von selbst festigen, kommt man früher oder später zu diesem Ergebnis, dass aber noch nicht das Endergebnis wäre, wenn das Kind keine Einlagen bekommen hätte.
Das Fußgewölbe liegt nahezu vollständig auf dem Boden auf. Hinter dem Ballen ist noch ganz wenig von der Gewölbesprengung zu erkennen. In kurzer Zeit wäre auch der Bereich durchgetreten, wenn keine Einlagen beschafft worden wären.
Diese Einlagen, die selbstverständlich ganz individuell für diese Füße gemacht worden sind, zwingen die Füße in die korrekte Position. Die innere Backe ist hier in der ersten Zeit nötig, weil die Keile allein das Einknicken und die Gewichtsverteilung nicht mehr verhindern können.
Die Außenbacken garantieren, das der Fuß in der korrekten Position auf der Einlage verbleiben kann.



Knicküße im Alter zwischen dem 7. und 11. Lebensjahr


Warten die Eltern zu lange auf die Selbstheilung, die der Kinderarzt eventuell versprochen hat und sind die Füße soweit geschwächt und die Fehlstellung bereits kontrakt, dass sie extrem einknicken und etwa nach dem Sport zu Schmerzen führen, sind ganz starke Vollkorrektureinlagen erforderlich.
Diese Einlagen lassen ein Einknicken auch dann nicht zu, wenn das Kind im Sitzen die Füße schräg stellt.
Die Einlagen wirken quasi wie eine Orthese,- allerdings wird hier auch den Senkfuß und der Spreizfuß direkt mit korrigiert.
In diesem Alter werden solche Vollkorrektureinlagen selten länger wie ein Jahr benötigt!

Die Füße festigen sich immer mehr und die Gewölbe zeigen zumindest ansatzweise auch im Stehen eine Normalform.
Für diese Füße wurden für die Hausschuhe noch Vollkorrektureinlagen angefertigt und für die Straßenschuhe reichte die Standardform.

Die ordentlich angefertigte Einlage aus hochwertigem Material ist so geformt, wie das natürliche Fußgewölbe.

Sofern dann die Einlagen wirklich ganz konsequent getragen werden, nehmen die Füße im Laufe der Zeit diese Form an und behalten sie dauerhaft bei.

Leider brauchen sowohl die Eltern wie auch die kleinen Patienten sehr viel Geduld. Manche Eltern sind endtäuscht, dass die Einlagentherapie nach einigen Monaten nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben und sind dann der irrgläubigen Meinung, dass weitere Einlagen nichts bringen...



Knickfüße im 12. bis 16. Lebensjahr




Wenn die Knochen im zunehmenden Alter erst mal verschoben sind, dann sind auch die Schmerzen garantiert.
Jetzt beginnt das schwierige Alter und damit auch die Ablehnung gegen die Brille, Zahnspange und selbstverständlich auch den Einlagen.
Andrerseits melden sich bei Kindern mit Knickfüßen jetzt auch die Kniegelenke.
Zu oft werden die Beschwerden im Knie von Orthopäden lappidar als Wachstumsbeschwerden behandelt,- tatsächlich können die Knieschmerzen auch daher stammen, dann aber über einen Zeitraum, der 10 Tage nicht überschreitet.

Auch in diesem Alter ist es wichtig, dass bei Knickfüßen die Einlagen ständig getragen werden,- selbstverständlich auch in Mädchensandalen wie diesen.
Anhand der Zehen und dem Spiegelbild, dass die Füße in den Sandalen ohne eingebaute Einlagen gezeigt hat, war die Überzeugungsarbeit nicht allzu groß.
Fremde haben hier oft mehr Überzeugungskraft wie die eigenen Eltern!

Dieser 13 Jährige Junge zeigt in etwa das selbe Fußproblem wie das Mädchen,- er hat(te) ebenfalls Knick- Senkfüße.
Allerdings waren bei ihm die Knieschmerzen nach nur einer Woche mit den ersten Einlagen abgeklungen, so dass es sein eigener Wille gewesen ist, künftig immer und ganz konsequent seine Einlagen tragen zu wollen.

Die innere Erhöhung der Vollkorrektureinlagen, die im erstem Jahr für alle Schuhe benötigt wurden, konnte man beim genauerem Hinsehen im Schuh erkennen.
Man hätte die Einlagenränder so einfärben können, dass man sie nicht so leicht erkennen kann.
Diesen Jungen störte das allerdings nicht besonders,- er wollte nur schmerzfrei bleiben.






Als 8 Jähriger zeigte der Junge, der sehr aktiv Fußball gespielt hatte, bereits Knick- Senk- und Spreizfüße.
Ob diese (wie so oft) durch das Fußballspielen entstanden sind oder schon vorher in weniger schwacher Ausprägung vorhanden waren, konnte nie geklärt werden.

Im Alter, in dem die ersten Barthaare sprießen, haben die Jungs meist überhaupt keinen Kopf für die Gesundheit,- da spielen die Mädchen die Hauptrolle im Leben und dazu kommt der Sport und die Schule.
Irgendwelche Markel,- so wie Einlagen, sind dann für die Meisten eher nur störend.

Die Knick- Senkfüße haben wir in den vergangenen fünf Jahren recht gut in den Griff gekriegt,- die Spreizfüße sind allerdings noch zu erkennen.
Inzwischen kann der Junge Mann "gesund gehen",- so gehen, dass man es nicht sehen kann, dass die Füße schwach sind. Dieses "gesund" gehen lernen gehört mit zur Einlagentherapie und ist für die Psychomotorik wichtig.

Mit reichlich Widerwillen bekam er seine letzten Einlagen für die Straßenschuhe. Hausschuhe mit Einlagen werden jetzt nicht mehr unbedingt benötigt. Dafür müssen allerdings in den Straßenschuhen noch für ungefähr ein Jahr lang Einlagen immer getragen werden.
Selbstverständlich sind aber für den Fußball die Spezialeinlagen, die unsichtbar sind, unverzichtbar.




Wenn die Kids darauf aufmerksam gemacht werden, wie einfach man am Schuh erkennt, dass Knick- Senkfüße drin stecken, ist die Abneigung gegen die Einlagen meistens schon Geschichte.

Das man mit Einlagen insbesondere bei Knickfüßen wesentlich "sicherer" geht und spürt, dass man gerade steht, haben mir schon etliche Betroffene bestätigt,- ich weiß es auch aus eigener Erfahrung.

Diese beiden Fotos zeigen die selben Schuhe,- links erkennt man ganz deutlich, wie der Plattfuß sich bemerkbar macht, indem das Innengewölbe das seitliche Schuhleder einfach runter quetscht.

Das auch dementsprechend gehen die Schuhe auch schneller kaputt gehen, dürfte klar sein.

Auf dem rechten Foto sind die identischen Schuhe, aber diesmal mit ordentlichen Einlagen drin.
Obwohl die Schuhe schon vorgeschädigt sind, fällt der starke Knick- Senkfuß absolut nicht mehr auf.

Dieses Überzeugungsbeispiel können Sie bei Bedarf auch gerne Ihren Kids vorführen!




Man erkennt ganz deutlich, dass sich das Fußskelett (Kahnbein) nach innen drückt. In diesem Fall haben sich sogar bei den erst 14 Jährigen Jungen die Füße durch Schmerzen nach längerem laufen deutlich bemerkbar gemacht.
Da die Knochen noch recht weich waren, haben wir es zunächst mit Standardeinlagen (Plexidur mit Lederbezug), die sehr starke Supinationskeile drunter haben, ausprobiert und das hat zumnindest direkt die Schmerzen genommen.
Ob es immer so reicht, oder ob doch Schaleneinlagen erforderlich sind, kann in solchen Fällen immer erst nach der gründlichen Untersuchung gesagt werden.


Das folgende Beispiel zeigt, wie sehr die extremsten Knick- Senkfüße (eigentlich fast Knick- Plattfüße) mit der Einlagen und Gymnastiktherapie ins positive verändert werden können.

Im Jahr 2008 wurde der Junge Mann in meiner Praxis vorgestellt. Grund für den Besuch waren eigentlich die sehr starken Knieprobleme, unter denen der damals 14 Jährige stark gelitten hatte.


Der Orthopäde verschrieb über 5 Jahre lang zwei mal im Jahr Kork- Ledereinlagen, die immer in den Freizeitschuhen getragen worden sind und sich nach einem Jahr der "kranken" Fußform angeglichen haben.
Von Einlagen in Haus- und Schul- Sportschuhen wurde den  Eltern genau so wenig erzählt, wie von der täglichen Pflicht für die Gymnastik!

Auf der Röntgenaufnahme (die nicht zwingend erforderlich ist) erkennt man am "+" deutlich, wo der Knickfuß im Fußgelenk zuviel Druck ausübt und am "-" erkennt man die Lücke. die durch den Knickfuß entsteht. Das dieser unnatürliche Zustand insbesondere im Wachstum vermieden werden sollte, versteht sich von selbst und muss sicher nicht erklärt werden.
Die Fotoreihe oben zeigt die Aufnahmen aus dem Jahr 2008 und die untere Reihe zeigt die Vergleichsbilder aus dem Jahr 2010
Die starken Kniebeschwerden waren eindeutig die Folge der besonders stark ausgeprägten Knickfüße und dem damaligen "Plattfußgang" (Charlie Chaplin Gang)
Der Orthopäde verschrieb ab dem 9. Lebensjahr regelmäßig zwei mal pro Jahr Kork- Leder Einlagen. Die Füße haben sich von diesen Einlagen nur stets um die sechs Wochen lang "beeindrucken" lassen,- dann waren sie durch den extremen Fußverfall und dem Einknicken so gut wie wirkungslos,- jedenfalls nach wenigen Wochen Tragezeit.
Wegen der erheblichen Knieschmerzen, die "nur" eine Folge von den unzureichend behandelten Füßen gewesen sind, wurden gut -ind der Sollform des Fußes- geformte Plexi- Dreibackeneinlagen gefertigt, die die Fußgewölbe angehoben haben und die Beinachse erheblich korrigiert haben. Diese Einlagen waren anfangs schmerzhaft,- die Kniebeschwerden gehörten jedoch zum Glück sofort der Vergangenheit an (meist dauert es zwei Wochen).
Mit ordentlichen Einlagen unter dem Fuß wird der Fuß sowie die Beinstatik positiv verändert,- man steht und geht dann so, wie es eigentlich der Normalfall sein sollte.
Die Folgeeinlagen wurden etwas angenehmer.
2014 konnte auf die Backen der Einlagen ganz verzichtet werden.





Es kusiert das Gerücht, dass man ab dem 14. Lebensjahr die Füße nicht mehr verändern kann. Die Fotos oben beweisen das Gegenteil (leider habe ich nicht alle jungen Patientenfüße vorher und nachher fotografiert)


Knickfüße im 17. bis 21. Lebensjahr










Es ist bei Knick- Senkfüßen eher als untypisch zu bezeichnen, dass die Gewölbesprengung noch so gut ausgeprägt ist.
Ob das damit zusammen hängt, dass der junge Mann im Alter zwischen ca. 11 und 13 Jahren zwei mal Kork- Leder Einlagen bekommen hat, die er anfangs konsequent und später nur noch zeitweise getragen hat, kann leider nicht mehr festgestellt werden.

Sehr auffällig ist allerdings der übermäßige starke Einfall des mittleren Innenfußgewölbes (inneres Keilbein zum Mittelfußknochen).
In solchen Fällen ist später eine Mittelfußarthrose sehr wahrscheinlich, wenn man die richtig starken Schmerzen auch oft erst ab dem 40. Lebensjahr zu spüren bekommt,- sofern man auf Einlagen verzichtet. 


Diese Einlagen sind für die Alltagsschuhe gedacht. Dazu gab es noch Einlagen in die Hausschuhe.
Da diese Korrektureinlagen, die für den 18 Jährigen noch wunderbar geeignet waren, direkt in die Sollform der Fußgewölbe geformt wurden, mussten sich die Muskel- und Sehnenstränge, die wie oft üblich, schon verkürzt waren, zunächst dehnen. Das dauerte rund zwei Wochen.

Danach konnte er auch seine geliebten Vans wieder tragen, allerdings haben wir dafür ein wenig weniger gewölbte Einlagen angefertigt, die im Fersenbereich sehr dünn ausfallen.

Die Fußprobleme erkennt man nun nicht mehr! 






Auf dem Foto erkennt man deutlich die Knick- Senkfüße und das am beschuhten Fuß.
Das erste mal mit Vollkorrektureinlagen
Besonders gut erkennt man Knick- Senkfüße in diesen Vans, wenn wie hier keine Einlagen drin sind.
Oben ohne Einlagen  und unten mit.

Oben sehen Sie die Einlagen für die Vans im Entstehen und darunter die fertigen Einlagen in den Schuhen.


Zu den zwei Paar Einlagen für verschiedene Schuhtypen gab es selbstverständlich noch feste Einlagen in die Hausschuhe eingebaut, die ebenfalls stark überkorriegierend ausgeprägt wurden.





Knickfüße zum Abschluss des Wachstums bzw. der Prägung der Füße


Eventuell haben Sie schon durch diese Webseiten erkannt, wie es um die Füße Ihrer Kinder steht und ob ein Handlungsbedarf besteht.

Eventuell haben Sie aber auch Ihrem Kind regelmäßig eine ordentliche Fuß, Gangbild und Beindiagnose gegönnt, die man im Regelfall mit ca. 3-4, 10-12 und unbedingt auch vor dem Einstieg in den Berufsalltag machen sollte.

Von allen Knieproblemen, die nicht durch einen Unfall herbei geführt worden sind, sind die Füße die Hauptauslöser! Etwa 70% der Kniegeschädigten haben auch Knick- Senkfüße zu beklagen und bei weiteren 25% hat es etwas mit dem Gangbild oder/und der Beinstatik auf sich.
So finden sich unter den Menschen mit Kniebeschwerden auch zahlreiche, die an sich keine oder fast keine größeren Beanstandungen an den Füßen zeigen, allerdings ein falsches Gangbild zeigen,- etwa eine verstärkte Gewichtsverlagerung auf den Außenfuß,- bei sehr vielen Frauen ist das der Fall, aber auch bei Männern.

Die Füße sind mit dem 21. Lebensjahr keineswegs ausgewachsen. Zwar werden sie dann nicht mehr großartig in die Länge wachsen, aber sie prägen sich selbst und auch das künftige Gangbild des Erwachsenen.

Damit die vielen Berufsjahre gut und beschwerdenfrei überstanden werden können, sollte man die paar Euro für die Vorsorgeuntersuchung beim Fußfachmann investieren,- spätere Krankschreibungen (am häufigsten sind die wegen Rücken und Knie) sind nicht fördernd für den Job und letztendlich um einiges teurer!
Apell an die Jugendlichen: Sorgt doch einfach vor, auch wenn zu Beginn der Berufszeit noch keine Fuß- und Knieschmerzen zu spüren sind!

Arbeitgeber sparen unter Umständen sehr viel Geld, wenn sie eine Vorsorgeuntersuchung für ihre Azubis bestellen!




Verschiedene Einlagen für Knick- Senkfüße und dessen Wirkung




Das obere Foto zeigt die am meisten ausgegebenen Kasseneinlagen für Kinder mit Knick- Senkfüßen u.a.
Es handelt sich hierbei um Fertigeinlagen, die bestenfalls ein wenig nachgeschliffen werden, damit sie so aussehen, als seien sie individuell für Ihr Kind hergestellt.

Für derartige Einlagen steht auf dem Rezept:

"Ein paar Einlagen nach Maß",- bürokratisch betrachtet, müssen solche Einlagen wirklich nicht individuell auf die Form der gewünschten Einlage gebracht werden!
Würde auf dem Rezept das Wort "Maßeinlagen" stehen, dann ist das - jedenfalls in unserer Bürokratie ein himmelweiter Unterschied!

(so entschied das OLG Düsseldorf)
Ist die Einlage fast genau so flach, wie das Fußgeölbe nicht sein sollte, dann spürt der Einlagenträger zwar so gut wie keinen Gegendruck unter der Fußsohle.

Aber wie kann dann die Einlage den Fuß in eine korrekte Lage bringen?

Wie soll die für die Knie so wichtige Beinstaik mit den Einlagen beinflusst werden?- Soll sie das überhaupt?-

Hier rollte das Mädchen die Einlagen, auf der sie auf dem nebenstehenden Bild stehend zu sehen ist, einfach zusammen und hält sie ohne Kraftaufwand in der Rollenform!

Wie soll eine Einlage, die derartig instabil ist, dass Körpergewicht + Flugkräfte tragen?-

Passend zugeschnitten könnte das eine preiswerte Alternative zu so manchen Kasseneinlagen sein,- Schwammtücher für 79 Cent aus dem Supermarkt.

Scherz!

Leider darf ich zu dem Wirkungsgrad keine Auskünfte mehr geben,- das verbot mir gegen Androhung eines "Ordnungs-"geldes das OLG Kiel im Jahr 2011.



Der Knick- Senkfuß wird nur leicht gestützt, dafür passen diese klobigen Kasseneinlagen kaum in übliche Schuhe hinein,- zumindest nicht mit dem Fuß ;)
Dünne Kork- Leder Einlagen, die im laufe eines Jahres die Form der zu schwachen Füße angenommen haben. Wäre es nicht sinnvoller, wenn der schwache Fuß die natürliche Form der Einlage annimmt?-
Ein fast Platt- Knickfuß ohne Einlagen
Hier der selbe Fuß auf der Kasseneinlage. Wäre die Einlage weiß wie der Untergrund, könnte man sie kaum erkennen.
Können Sie hier eine positive Wirkung der Einlage erkennen?-

Auch diese Kork- Einlagen haben sich nach etwa einem Jahr den Knickfüßen angepasst. Wo innen an der Ferse der Keil sein sollte, haben sich die Einlagen platt getreten und somit genau entgegengesetztes bewirkt.

Zuerst bekam der Junge die bunt gesprenkelten Einlagen (links im Bild).
Weil die die Füße nicht stützten, gab es zum Zuzahlungspreis von immerhin 80,--€ die "guten" Einlagen.
Weil die Beschwerden auch damit nicht zu lindern waren, entschlossen sich die Eltern auf das ganze Kassenarztgetöse und kauften dem Sohn ordentliche Einlagen.
Letztendlich kein nennenswerter Preisunterschied,- berechnet man die Wartezeit beim Orthopäden, spart man, sofern die Freizeit einen Gegenwert hat, sogar noch einiges!




Es ist selbstverständlich sehr wichtig, dass die Einlagen, mit denen der Knick- Senkfuß therapiert wird, aus einem hochwertigen und stabilen Material sind.

Allerdings ist es genau so wichtig, dass die Einlagen ordentlich angeformt werden und mit den für Knickfüße immer nötigen Supinationskeilen versehen werden.


Das Bild links zeigt eine Holz- Leder Einlage, die nicht individuel für den Fuß nachgeformt worden ist.
Dementsprechend füllt der lockere Senkfuß den Spalt zwischen der natürlichen Gewölbeform und der Einlage aus.
 
Es handelt sich hierbei um die einfache Form des Einlagenrohlings, der bereits vom Hersteller vorgeformt worden ist, was die Arbeit erheblich erleichtert.


Das Bild rechts zeigt die selbe Einlage, aber ordentlich nachgeformt. So wird der Fuß optimal gestützt.


Sie können anhand der hier gezeigten Bilder sicherlich nun selbst einschätzen, ob Ihr Kind die otimalen Einlagen hat und ob die richtig passen.

Im Zweifelsfall erhalten Sie  kostenlose Hilfe im Forum,- dazu müssen Sie die Fotos so wie hier auf der Seite zu sehen, einstellen. Aber auch allgemeine Fragen werden schnell beantwortet.
Sind Sie sich nicht sicher, welche Art von Knickfüßen Ihr Kind tatsächlich hat und möchten Sie mehr Infos zum Gangbild und der Beinstatik usw., dann ist eventuell die Möglichkeit der Onlinediagnose für Sie interessant.

Sensomotorische (Propiozeptive) Einlagen galten beginnend ab etwa dem Jahr 2000 als eine Art Zaubermittel gegen Fußschwächen und wurden,- meist mit ganz ordentlichem Zuzahlungsbetrag- zigtausenden Kindern verpasst.

Die Philosophie: Die kurzen Druckpelotten auf der Einlage sollen die Fußmuskulatur so animieren, dass die Füße in der Normalform gehalten werden und sich dadurch die Fußgewölbe festigen. 

Mehr zu dem Thema finden Sie hier



Der Fuß reagiert tatsächlich von Natur aus auf Unebenheiten, Steinchen usw.
Wird aber der Druck permanent auf der selben Stelle unter der Fußssohle ausgeübt, dann gewöhnt sich der Fuß ganz schnell an diesen Druckpunkt und reagiert, so wie auf den neben stehenden Bildern zu sehen ist,- er reagiert überhaupt nicht mehr!
Mein persönliches Fazit:  Die Sensomotorischen Einlagen helfen,- aber längstens für drei Minuten!





Fast alle Schuhe sind für Knick- Senkfüße + Einlagen gut geeignet

Da Vollkorrektureinlagen möglichst ständig,- am Tag nicht weniger als 15 Minuten- getragen werden sollten, sollte man auch die Sandalen damit ausrüsten lassen.

Viele Eltern verwenden aus Kostengründen die Sandalen auch als Hausschuhe!

Auch in diesen Birkis wurden Vollkorrektureinlagen fest eingebaut. So hat man auch für Zuhause schön luftige Schuhe und bekommt dennoch die volle Einlagenwirkung (das Fußbett allein reicht leider niemals aus).
In der Auswahl der Halbschuhe ist man auch dann ziemlich frei, wenn Vollkorrektureinlagen benötigt werden.
Die Einlagen passen hervorragend in moderne Sportschuhe,- spezielle orthopädische Schuhe braucht auch der stark ausgeprägte Knick- Senkfuß nicht!

Wenn zu lange mit der Einlagentherapie gewartet wird, dann reicht es oft nicht mehr aus, dass der Fuß nur unter der Fußsohle den notwendigen Gegendruck bekommt.
Es müssen dann wie in dieser Reihe zu sehen, für die erste Zeit Vollkorrektureinlagen getragen werden. Im Regelfall nicht länger wie zwei Jahre,- danach wird es noch einfacher (und bequemer).


Früher einmal benötigte man für  besonders schwere Knickfüße starke Vollkorrektureinlagen und zusätzlich auch spezielle Schuhe, die kein Kind und erst recht kein Jugendlicher gerne getragen hat,- es sah zu peinlich aus.

Heute reichen ganz normale Schuhe aus, wie man es rechts im Bild sieht. Diese Einlagen entwickelte ich in der Zeit zwischen etwa 2004 und 2006,- ich selbst testete sie so lange, bis sie gut waren.
Damit wollte ich den Kindern und Jugendlichen die Probleme ersparen, die auch mich geplagt haben und wofür es keine wirklich perfekte Lösung gegeben hatte.
Mit schwarzen Socken fallen auch derartige Vollkorrektureinlagen kaum im Schuh auf.


Derartige Einlagen brauchen allerdings nur die allerwenigsten und wenn die Eltern früh genug handeln, ersparen sie ihrem Kind die sehr schmerzhaften Folgen von Knick- Senkfüßen,- etwa die Knieprobleme.


Für viele Leute sind Flipflops im Sommer angesagt,- da interessierten die Einlagen die Jugendlichen nicht besonders. So habe ich mir 2002 die Lösung für dieses Problem einfallen lassen und seit dem werden Jahr für Jahr dutzende Flipflops auch für Knick- Senkfüße "tragbar" gemacht.
Im normalen Sommerschuh, der an der Ferse geschlossen ist, können selbstverständlich auch die losen Einlagen getragen werden,- in diesen Schuhen sogar Vollkorrektureinlagen.
Auch in diesen Sandalen sind Einlagen fest eingebaut worden. Soweit wie möglich, wurden sie so unauffällig wie möglich bezogen und der Schuhsohle angepasst.
So kann die junge Dame mit ihren Freundinnen mithalten und ebenfalls die Sandalen tragen, die bei jungen Damen gerade in sind.

Ob Sandalen oder Ballerinas,- Einlagen kann man in nahezu jeden Schuh hinein legen oder fest einbauen!

Ballerinas sollten allerdings oben am Spann die Riemchen haben, wie die hier abgebildeten.
Wenn lange genug Einlagen getragen wurden, sind die Riemchen nicht mehr unbedingt notwendig.


Zur Zeit aktuell und viel umworben:
Natürliches Laufen in Schuhen, die dem barfuß laufen nachempfunden sein sollen und die Ernüchterung bei Leuten mit Knick- Senkfüßen


Das Foto zeigt nicht allzu starke Knick- Senkfüße in einem Schuh, der als sehr gesund für die Füße umworben wird.
A zeigt den Knick im Übergang Fuß und Bein; B zeigt, wie leicht der Fuß einknicken kann und sich das Gewölbe eindrückt. C zeigt die für den Knickfuß typische Lücke im Schu
h
Nach nur wenigen Tagen Tragezeit (ohne Einlagen) erkennt man schon sehr deutlich, dass sich die Schuhe nach innen neigen. Geformt vom Knickfuß.
Auf den ersten Blick mag man glauben, die Schuhe hätten eine Gewölbeunterstützung. Beim Herauslösen der Innensohle kommt die Ernüchterung.
Der Senkfuß drückt das seitliche Innenteil des Schuhs flach. Allein schon an diesem Anblick erkennt man, ob jemand Senkfüße und keine Einlagen hat. Mit Einlagen fällt es nicht auf!
Nach nur weinigen Tagen war vollkommen klar, dass die neue und gesunde Schuhkonstruktion nicht so einfach funktioniert, denn nicht nur der Schuh wurde schief gelaufen,- auch der Knick-Senkfuß verschlechterte sich wieder. Darum das Experiment, dass letztendlich sehr zufriedenstellend abgeschlossen werden konnte.




Die Innensohle des Schuhs ist sehr weich, so dass der Knickfuß darin besonders stark einknicken kann.
Da die weiche Sohle, die ein Gefühl des Barfußlaufens vermitteln soll, so gut es geht erhalten bleiben kann, wurden Zurichtungen für den Schuh angefertigt.
Der Fersenbereich des Schuhs musste verstärkt werden, die Schuhinnensohle hat nun Supinationskeile, die den Fuß leicht schräg stellen, Gewölbekeile gegen den Senkfuß und Spreizfußpelotten.
Experiment geglückt,- wenn auch nur noch roter Heißkleber vorrätig gewesen ist. Diese Schuhe sind nun auch für Knick- Senkfüße unschädlich und es ist wirklich sehr schön, damit zu laufen. Eine wunderbare und gesunde Abwechslung für die Füße, wie ich in diesem Fall aus eigener Erfahrung berichten kann!




Man sieht hier deutlich die Erhöhung im Gewölbebereich und wer an Senkfüßen leidet, spürt diese auch besonders, weil hier nur ein dünner Streifen erhöht ist und nicht der Innenschuh!
Man spürt diese Erhöhung stärker als die Einlage und manch einer denkt darum, dass diese Schuhe auch ohne Einlagen gut sind.

Wegen der besonderen Schwere des Fußverfalls (siehe auch nebenstehendes Bild) wurden stabile Einlagen angefertigt, die nicht nur perfekt in den Schuh hinein passen, sondern auch optimal den stark ausgeprägten Knick- Senkfuß in der natürlichen und gesunden Form halten bzw. in diesem Fall führen.
Bei diesen Einlagen fehlt jetzt nur noch der Bezug.

Die Gipsfußmodelle lassen sicher auch Ihnen keinen Zweifel daran, wie notwendig hier gute und sehr stabile Einlagen sind.
Die meisten Jugendlichen legen sehr viel Wert darauf, dass die Einlagen nicht so sehr auffallen. Manche mögen es aber auch, wenn sofort jeder, der die ausgezogenen Schuhe sieht, erkennt, dass da ein Hauch von Luxus drin steckt, der wertvoller ist, als der Schuh an sich.
Selbst Korrektureinlagen, so wie diese Europlex Dreibackeneinlagen passen gut in die Lieblingsschuhe!








Diese Seite wurde erstellt von Andreas Herr,-
Inhaber der kleinen
Berliner Praxis für biologisch logische Fuß- Bein- und Knietherapien für Kinder und Jugendliche.


Die hier gezeigten Schuhzurichtungen und Einlagen sind reine Beispiele. Man kann nicht grundsätzlich sagen, dass die für alle Knick- Senkfüße geeignet sind. Ob Korrektureinlagen, Vollkorrektureinlagen oder die Standardform (ohne seitliche Backen) auch für Ihr Kind geeignet sind, muss die Untersuchung zeigen.

Fest steht der Grundsatz:
Bei Knick- Senkfüßen sollten generell Einlagen getragen werden, die individuell angepasst werden und stabil genug sind, um mindestens das Dreifache des Körpergewichts tragen zu können.
Barfußlaufen ist bei Knickfüßen nicht generell zu empfehlen! Im Sand machen Sie da allerdings nichts falsch!

Finden Sie keine Privatpraxis, die die biologisch- logische Untersuchung der Füße anbietet und ist Ihnen Berlin zu weit entfernt, könnten Sie es unter Umständen mit der
"Online- Fernuntersuchung" probieren. Die ist sehr genau, selbstverständlich individuell und falls Einlagen gebraucht werden, bekommen Sie auch die Empfehlung für das optimale Material und die nötige Ausführung der Einlagen!



Allgemeiner Hinweis:
Wie alle Seiten auf diesen Webpräsenz dient auch diese Seite nur zur Information für Eltern und Betroffene. Achten Sie doch mal auf die Füße und den Gang ihrer Nachbarkinder,- manche wenige Eltern freuen sich, wenn Sie ihnen die Adresse von Kinderbeine.de nennen!
Auch für Schulen und Sportvereine sind diese Seiten zu empfehlen,- es ist erlaubt, die Seiten auch für den Unterricht zu kopieren.
 

Es ist hier nicht beabichtigt Werbung für meine Praxis zu machen.
Viel mehr ist beabsichtigt, dass Sie künftig besser einschätzen können, wie es um den Zustand der Füße Ihrer Kinder und der eigenen Füße steht und ob Ihre Einlagen wirklich hilfreich sein können!


Ich würde die Annahme von Einlagen verweigern, wenn diese nicht stabil genug sind, um die Fußgewölbe dort, wo Unterstützung gebraucht wird, zu tragen. Selbstverständlich würde ich auch Einlagen ablehnen, die so schwammig sind, dass die Füße darauf noch stärker einknicken.
Die Bilder und Filmchen auf dieser Seite sollten als Beleg dafür ausreichen, was möglich ist und was nicht sein sollte!

Einlagen sind ein lukratives Geschäft und manchen Betrieben geht der Profit vor die Gesundheit,- da wird oft genug sogar kein Halt davor gemacht, wenn es um Kinder geht!
Wer gut vorbereitet zum Orthopäden und zum Sanitätshaus geht, ist besser dran!

Kinderfüße und Beine wachsen nur einmal im Leben....   
                                                                                                                                                                      Ihr Andreas Herr



Zu  www.Kinderbeine.de                 Für Erwachsene gibt es  www.fussgesundheit.info